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Am 28.1.2018 konnten interessierte Besucher von Frau Emilie Eigler beim Hoigarte im Heimatmuseum spannendes "rund um den Schlossberg" erfahren. Gemeinsam erinnerte man sich beispielsweise an die ausgeklügelte Sitzordnung in der Kirche - dass Männer und Frauen getrennt saßen, die Plätze auf der vorderen Empore einst vermietet und mit Stöckchen abgesteckt waren und die hohe Beamtenschaft "im Chörchen" beim Altar Platz nehmen durfte. 

„Es ist fast wie damals.“, schmunzeln Diethild Fröschl und Rosemarie Zacherl. Zwischen 1983 und 1986 waren die beiden Mitglieder des Heimatvereins damit beschäftigt, das Heimatmuseum einzuräumen. Nun, über 30 Jahre später,  helfen sie beim Ausräumen mit.   

In den Genuss einer ganz besonderen Führung kam eine Gruppe des Heimatvereins am 31. Januar 2018: Ein P-Seminar des Gymnasiums ist dabei, eine Ausstellung über den ehemaligen Atombunker in der Rathaustiefgarage zu konzipieren. Ihr Lehrer Thorsten Krebs informierte die Gruppe vorab darüber, was da alles geplant ist.

Der Tagesausflug für die ehrenamtlichen Helfer des Heimatvereins Marktoberdorf führte 2017 ins Bauernhofmuseum Illerbeuren. Von einer recht kompetenten Führerin wurden wir durch die einzelnen Bauernhäuser geführt. Dabei erfuhren wir viel über die seinerzeitigen Lebensumstände von Mensch und Tier. Interessant waren auch die Erläuterungen zu einzelnen Redensarten, die auch heute noch gebraucht werden, deren Entstehen aber kaum noch jemandem bewusst ist. Dabei sind sie auf einzelne Sitten und Gewohnheiten unserer Vorfahren zurückzuführen. Anschließend war noch genügend Zeit, das große Außengelände auf eigene Faust zu erkunden, nochmals in der Töpferei vorbeizuschauen oder in Ruhe im angrenzenden Gasthof gemütlich Kaffee zu trinken.

Die Episoden, welche Xaver Huttner im Hoigarte des Heimatvereins aus seiner Kinderzeit berichtete, waren sehr eindrücklich. Sein Vater Georg Huttner, Gendarm in Stötten, stand den Nationalsozialisten kritisch gegenüber und war daher unerwünscht. Eines Nachts wurde er zu einem Brand am Auerberg gerufen. Als er am Brandort ankam, war dort alles ruhig. Dafür wurde vor der Wohnung der Huttners geschossen und die verängstigte Familie fürchtete voll Entsetzen, dass der Vater umgebracht wurde. Oder: Eine Handgranate wurde auf der Türschwelle eines Nazis abgelegt – eingefädelt von Nazis.

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