
Wolfgang Guggenmos
Für 31 Jahre leitete er im Marktoberdorfer Rathaus den Fachbereich 200: Wolfgang Guggenmos – war zuständig für Haushalt, Stiftungen, Zuschüsse von Land, Bund und EU, verwaltete den Stadtwald und bewältigte – finanziell - noch vieles mehr, wie z.B. den Neubau der Sankt Martin Grundschule. Nun ist der heimatverbundene Ostallgäuer mit 63 Jahren in den Ruhestand gegangen. Grund genug für den Heimatverein Marktoberdorf, den gebürtigen Lengenwanger zu einem Hoigarten ins Hartmannhaus einzuladen.
Im Gespräch wird er über seine Kindheit in Hattenhofen und Geisenried, seine Zeit in der Bundeswehr und seine Verwaltungsausbildung, u.a. in Augsburg erzählen. Aus einer Lengenwangener Landwirtschaftsfamilie stammend, wollte er ursprünglich Agrarwissenschaften studieren, doch das Studium war ihm zu trocken und zu theoretisch. Durch seine Tätigkeit als Kämmerer – von 1989 bis 1995 noch als Geschäftsstellenleiter in Unterthingau – war er immer nah am Bürger. Im Gegensatz zur Landes- und Bundespolitik „sind wir an der Front“, formuliert es Guggenmos pointiert. In seiner Zeit als Kämmerer der Stadt Marktoberdorf ab 1995 erlebte er sieben Stadträte, vier Bürgermeister, die Umstellung auf den Euro, die Einführung des SEPA-Verfahren sowie diverse Krisen (Corona, Bankenkrise...).
Auch wenn er im Unruhestand weiterhin als Waldbesitzer, Kirchenpfleger, Kassier des ambulanten Krankenpflegevereins und Geschäftsführer der Fernwärme Marktoberdorf ehrenamtlich ausgelastet sein wird, vermisst er dennoch schon jetzt sein Team im Rathaus. Beim Hoigarte wird nicht nur seine berufliche Laufbahn sowie seine Kindheit und Jugendzeit zur Sprache kommen, sondern seine Hobbies und seine Liebe zur Heimat. Fragen des Publikums sind ausdrücklich erwünscht!
Info: Hoigarte mit Wolfgang Guggenmos
Am Dienstag, 15.09.2026, um 18.00 Uhr im Hartmannhaus, Meichelbeckstraße 16, 87616 Marktoberdorf
Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0171-1984 250 (Anrufbeantworter) bis zum 13.09., Eintritt frei (Spenden für den Heimatverein erwünscht)
Fotocredits Portraitfoto Wolfang Guggenmos: Carmen Jansen
Text: Ulrich Wegenast
Mittwoch, 21. Oktober 2026 von 15 Uhr bis 19 Uhr: Heimatverein on Tour - Zu Gast bei der RÖSLE GROUP
Am 21. Oktober lädt der Heimatverein zu einer ganz besonderen Tour: wir besuchen die moderne GRÖMO-Fabrik und das neue RÖSLE-Logistikzentrum.

Rösle Logistikzenrum (Foto: RÖSLE GROUP)
Am Schluss der Tour gibt es eine kleine Verköstigung in der Kochschule und der Firmeninhaber persönlich, Dr. Hermann Steinhauser, gibt Einblick in die 138-jährige Firmengeschichte, die bis heute eng mit Marktoberdorf und dem Allgäu verbunden ist.
Treffpunkt 15 Uhr: Grömo GmbH & Co. KG, Johann-Georg-Fendt-Straße 38, 87616 Marktoberdorf
Shuttle Bus zu Grömo: 14:45 Uhr vom Richard-Wengenmeier-Platz (Deckelplatz) am Rathaus Marktoberdorf, 19:00 Uhr Rückfahrt von RÖSLE zum Richard-Wengenmeier-Platz
Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0171-1984 250 (Anrufbeantworter) bis zum 01.10.26.
Weitere interessante Informationen zur Veranstaltung und einen Download-Link für Fotos finden Sie unter "Weiterlesen" in der ausführlichen Pressemitteilung der RÖSLE GROUP:
Bötinnen-Kapelle
Eine herbstliche Kapellenradtour, das ist eine schöne Tradition für alle Radlfreunde im Heimatverein, die unser Vereinsmitglied Matthias Kelz begründet hat. Über Kohlhunden, Sulzschneid, Weißen und Rieder führte die diesjährige Runde zu gleich vier Kapellen am Wegrand: Den Anfang machte die sogenannte Bötinnen-Kapelle an der Straße nach Sulzschneid. Diese war von Maria Anna Martin (1827-1897), die fast ihr ganzes Leben lang Botengänge für die Sulzschneider und Stöttener Bürger in Marktoberdorf erledigt hatte, gestiftet worden, aus Dankbarkeit, dass ihr auf ihren zahlreichen Fußmärschen nie etwas passiert war.
Josefskapelle in Sulzschneid
Die Sulzschneider Josefskapelle dagegen steht an der Stelle, wo vor Errichtung der Pfarrkirche St. Pankratius die erste Kirche des Dorfes gestanden hatte. Einzigartig ist ihre Lage mit Blick auf die Alpenkette.
Gleich zwei Marienkapellen stellte Matthias noch vor: Die erste in Weißen, 1992 aus Dankbarkeit für eine Heilung nach einem schweren Unfall in der Familie Mayr erbaut und heute gepflegt von der Familie Oppenheimer. Die zweite in Rieder wurde in den 1980er Jahren aus den Spenden für den Kräuterheiler Johann Mayer von seiner Familie errichtet. Bis aus der Schweiz waren hilfesuchende Menschen zu ihm gekommen, um Schmerzen abbeten und Brandwunden „löschen“ zu lassen. In ihrer Kindheit habe man erzählt, er könne in den Himmel hineinschauen und dann Angehörigen berichten, ob ihre Verstorbenen dort schon angekommen seien, erzählte eine Nachbarin.
Marienkapelle in Rieder
Nicht nur zu Kapellen führte Matthias die Radlergruppe. Schon auf dem Weg nach Kohlhunden machte er auf das fast zugewachsene, alte Grabkreuz des ehemaligen Oberdorfer Bürgermeisters Anton Gschwender aufmerksam. Er erklärte, wo der Reichsarbeitsdienst einst den sogenannten Afratsmoosweiher ausgeschaufelt hatte und zeigte Fotos der damaligen Badeanstalt. Selbst zum abgeschiedenen Höllweiher, mitten im Sulzschneider Forst, führte er seine Radler. Eine zünftige Einkehr beendete den herbstschönen Radltag.
Grabkreuz Anton Gschwender
Badeanstalt Afratsmoosweiher
Text und Fotos: Kornelia Hieber
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