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 Ein Museumswohnzimmer und eine prachtvolle Residenz

„Wohnzimmer der Stadt“, so wird das Kempten-Museum im Zumsteinhaus im Museums-Flyer genannt. Eine Gruppe unseres Heimatvereins besichtigte das 2019 eröffnete und 2020 als bestes Heimatmuseum Deutschlands ausgezeichnete Haus und machte sich ein Bild davon, wie ein nach modernen Gesichtspunkten gestaltetes Museum aussehen kann. Eine Museumsführerin erläuterte das Museumskonzept: Hier findet man keine chronologische Ausstellung, sondern Themenräume, von denen jeder von der römischen Vergangenheit Kemptens bis zur Gegenwart die Geschichte der Stadt beleuchtet. Speziell die Ausstellungsstücke zur Gegenwart steuern die Kemptener selber bei und gestalten so ihr Museum laufend mit. Der sogenannte Bürgerraum wird vollständig von Kemptener Vereinen und Institutionen bestückt und bietet Raum für Ausstellungen – aktuell für eine von der Lebenshilfe. Im Raum „Macht und Ohnmacht“ ging es darum, wer in der Stadt das Sagen hatte. Hier gesellte sich die Bürgermeistersgattin Regina Rosina Neubronner zu uns, stilecht in der Tracht einer evangelischen Patrizierin der Rokokozeit und mitreißend gespielt von einer Museumsmitarbeiterin. Sie schaltete sich immer ein, wenn es darum ging, die Reibereien zwischen der katholischen Klosterstadt und der evangelischen Reichsstadt süffisant zu kommentieren. Ein Highlight war für uns auch das riesige 3D-Modell Kemptens, das dank ausgeklügelter Lichteffekte die Entwicklung der Stadt durch die Jahrhunderte aufzeigt. Auch ein Raum, in dem chronologisch die Ereignisse der Stadtgeschichte aufgereiht sind, welche wir mit Tablets erforschen konnten, gefiel uns sehr. Sonstige Pluspunkte: ein gemütliches Museumscafé im Kreis von Kemptener Persönlichkeiten, Barrierefreiheit, viele Gelegenheiten etwas Auszuprobieren oder im wörtlichen Sinne zu „Begreifen“, viel Platz für Museumspädagogik und Projekte und sogar ein Kellerkino mit Kemptenfilmen. Wir waren sehr beeindruckt und zugegeben auch ein bisschen neidisch. Ein Mittagessen in gemütlicher Runde und eine weitere Führung, diesmal durch die Prunkräume der fürstäbtlichen Residenz, rundeten den gelungenen Ausflugstag ab.

 

Text und Fotos: Kornelia Hieber

 

Im Zumsteinhaus:

 

 Bürgerraum

 

Museumsführerin und Frau Bürgermeister

 

Raum "Raum & Zeit"

 

Themenraum "Gesundheit"

 

 Museumscafé und Kemptener Persönlichkeiten

 

In der Residenz:

Prunkräume der Residenz

 

Fluchtweg für den Fürstabt

 

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