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„In jeder Not habe Vertrauen zu dem Kinde Jesu, und es wird dir geholfen.“

Ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel ist der kleine, romantisch und beschaulich gelegene Wallfahrtsort „Zum Kindle“, oberhalb des Ettwieser Weihers. Um diese Kapelle ranken sich einige Sagen und Legenden. Eine stammt aus dem 17. Jahrhundert. So wird berichtet, dass sich einst ein Kind im Wald verirrte und erschöpft unter einer Tanne einschlief. Im Traum erschien ihm das Jesuskind und zeigte ihm den Heimweg. Seitdem wurde die Tanne zum Ziel vieler besorgter Eltern, die dort Kreuze, Votivtafeln und Kinderkleidung aufhängten. 

Im Jahr 1881 entstand auf dem Platz das erste Kirchlein aus Holz. Die Tanne stand noch als Baumstumpf vor diesem Kapellchen. Aber nach zwei Jahrzehnten war das Holz des Bauwerks schon so morsch, dass es abgetragen und die Kapelle neu errichtet werden musste. Der Neubau ging auf das Gelübde einer „Oberdorfer“ Mutter zurück, die auch andere Familien zur Gemeinschaftsarbeit gewann. Leider war diese Kapelle bald wieder so stark beschädigt, dass sich der Heimatverein im Jahr 1969 zu einem soliden Neubau entschloss.

Hans Wachter, der ehemalige Vorstand des Heimatvereins, nahm die Sache tatkräftig in die Hand. Von Schulrat Regner soll der Gedanke stammen, statt der seinerzeitigen Tanne einen Baumstumpf mit Aststücken in den Bau zu integrieren. Eine Reihe Oberdorfer Bürger spendeten Geld, viel Baumaterial und auch der Dachstuhl wurde ohne Berechnung gefertigt. 

Schmiedemeister Michael Fichtl aus Leuterschach fertigte das schwere kunsthandwerkliche Gitter, von der heimischen Kunstmalerin Wanda Schubert-Helferich stammt das beeindruckende große Wandbild der „Schutzmantelmadonna“. Ein von Kaspar Streif schön geschnitzter Wegweiser weist an der Ortsverbindungsstraße nach Fechsen auf diesen Ort der Stille und der Wallfahrt hin, der damals wie heute besorgten Eltern Trost spendet.

Heute wird die Kindle-Kapelle liebevoll von der Familie Willer aus Ettwiesen, Mitglied im Heimatverein Marktoberdorf, gepflegt.

 

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