Ins Alpenstadtmuseum nach Sonthofen führte uns der diesjährige Jahresausflug. Der Altbestand, ein altes Bauernhaus bzw. Heimathaus wurde in den letzten Jahren renoviert, dazu mit viel Bezug zur Umgebung neue Gebäudeteile angefügt. Im Januar 2023 eröffnete die neu konzipierte Dauerausstellung. Schon rein äußerlich ist das neue Museum ein Schmuckstück geworden. In zwei Gruppen führten uns zwei Museumsmitarbeiterinnen durchs Haus: Das ehemalige Heimathaus ist wie ein Bauernhaus um 1900 eingerichtet. Soweit Möbelstücke fehlen, wurden diese Lücken durch moderne, hellgrau gestrichene Holzmöbel geschlossen. Gewöhnungsbedürftig fanden wir die spartanische Ausstattung der Räume, eine Vorgabe aus München: Keine Gardinen an den Fenstern, keine Details wie Bilder, Blumen, Deckchen, oder Spuren ehemaliger Bewohner, die die Räume wohnlich wirken lassen. Nur ganz wenige Ausstellungsstücke neben den Möbeln. Großen Anklang fand dagegen ein Raum mit einem „Hörspiel“, in dem die Mitglieder einer Bauernfamilie vom Großvater bis zu den Kindern über ihr Tagwerk erzählten, natürlich im heimischen Dialekt. Der Neubau punktete mit großzügigen, hellen Räumen und dem Grundthema, wie die Natur das Leben der Menschen beeinflusst. In sechs Themeninseln, wie „Alpensehnsucht“ oder „Lohn und Brot“ wiesen Museumsobjekte auf besonders bedeutende Aspekte der Sonthofer Geschichte hin. Zahlreiche Möglichkeiten aktiv zu werden gefielen uns da besonders: Es gibt Schubladen zum Öffnen, Bildschirme zum Anklicken, Filmeinspielungen – der Besucher wird animiert zum Sehen, Hören, Fühlen und Mitmachen, sogar zu einer virtuellen Rodelabfahrt. Auch einen Raum, in dem die Stadtgeschichte chronologisch dargestellt wird, gibt es. Schwerpunkte werden zudem auf die Geschichte der Sonthofer Ordensburg und auf eine Krippe gelegt. Im angegliederten Museumscafé klang der inspirierende Ausflug aus.

Text: Kornelia Hieber

Fotos: Franz Bockhart

 

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